Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Flotilla’

Morgen, am 15. April, soll die nächste „Flytilla“ stattfinden. Aus vielen Ländern wollen Unterstützer Palästinas nach Palästina fliegen, um sich dort die Verhältnisse im besetzten Westjordanland anzusehen.

Im letzten Jahr wurden die meisten von den Israelis bereits am Flughafen abgefangen und abgeschoben. In diesem Jahr hat Israel Hilfe: die deutsche Lufthansa. Die hat etliche Tickets storniert, auf Bitten der israelischen Regierung. Die hat eine schwarze Liste unerwünschter Personen erstellt, auf der wohl nicht nur Grass steht. Nur: das mag ihr gutes Recht sein, wenn es um Israel geht. Diese Menschen aber wollen nach Palästina. Hier stellt die Israelische Regierung klar, dass ungeachtet der Oslo-Verträge Palästina weiter ihre Geisel ist. Und die deutsche Lufthansa leistet fröhlich Beihilfe.

Boycott Lufthansa.

Advertisements

Read Full Post »

BDS in Deutschland:

Germany: Israeli academic expelled over settlement ties

Der UN-Bericht über den Angriff auf die Mavi Marmara ist alles andere als ausreichend. Aber selbst in seiner Vorurteilhaftigkeit zeigt er noch das Verbrechen der Israelischen Armee:

Deep flaws in the UN’s Mavi Marmara report

Kommentar zur Türkischen Haltung – die der Türkei immer mehr Zustimmung in der arabischen Welt bringt:

Bold step that others ‘must follow’

Die Time mit einem interessanten Blick auf den Anschlag in Eilat – der viele Fragen offen lässt:

The Mysterious Raid on Eilat: Why No One Wants to Dig Too Deep

Die Vorbereitungen für die Ausrufung eines Staates Palästina gehen voran. Wie auch ich, sieht EI das sehr kritisch:

At the UN, the funeral of the two-state solution

Jordanien ist aus vielen Gründen dafür, vor allem weil die ständigen Sticheleien aus Israel gegen die Jordanische Einheit sind – der König wurde deutlich:

‘National unity is a red line’

In der Westbank wird es unruhiger, Siedlergewalt wächst, auch etwas, was kaum Aufmerksamkeit in der westlichen Presse erfährt:

Settlers announce plan to shoot Palestinian protesters (and they demand legal protection for it)

Inzwischen scheint sich dies zu organisieren:

Shin Bet: Israel’s extreme rightists organizing into terror groups

Aber diese Terrorisen haben Angst vor den Bildern der Kinder Gazas, deren Ausstellung in LA verhindert wurde – eine Schande für das Museum:

See the children’s drawings that terrified the San Francisco Jewish Community Relations Council and the Jewish Federation of the East Bay

Update:

Alice Walker zu der Weigerung, die Bilder der Kinder aus Gaza auszustellen:

Empathy Is A Wave: The Banning of Palestinian Children’s Art (from the Museum of Children’s Art in Oakland)

 

Nicht so, Herr Lieberman (sollte der wirklich auf die Idee kommen, müsste geprüft werden, ob nicht Israel als Terrorismusunterstützer gelistet werden müsste, aber vermutlich wird das wieder nix ^^):

PKK-Leader demands apology from Israel

Viel Diskussionen über den „Statehood bid“:

Virtual statehood or the Right of Return

September and Beyond: Who Speaks in My Name?

Ten reasons Palestine is right to bring its case to the UN – diesen Artikel müsste ich noch einzeln diskutieren, ich halte die Argumente nicht für im Endeffekt stichhaltig.

Repercussions Of a US Veto On Statehood

Read Full Post »

In der Türkei ist man – endlich – mit der Geduld anscheinend am Ende. Das äußerte sich zunächst in deutlichen Worten des Außenministers und auch des Präsidenten. Ein passender Artikel darüber von Ali Abuminah – der sich jetzt mit der Einschätzung der türkischen Geduld eher meiner Linie annährt, ich hatte sie nicht so scharf verurteilt sehen wollen.

Auch der Rauswurf des Botschafters freut mich.

Heute morgen nun beschwerten sich israelische Touristen, man habe sie auf dem Flughafen in Israel schlecht behandelt: separat vernommen, längere Zeit festgehalten – grässlich diskriminierend. Wirklich.

Lob gebührt der Ehrlichkeit der Haaretz, die die passenden Worte dazu findet: schon lange ist es Usus, dass auf dem Ben-Gurion-Flughafen Einreisende, gerade auch Türken, schikaniert werden. Darüber wird selten berichtet.

The officials also said that almost every Turkish citizen who arrives at Ben-Gurion airport undergoes a routine procedure of extensive, humiliating examinations that also include undressing to one’s underwear.

„Turkish citizens are always separated from the rest of the passengers at the airport,“ said a Foreign Ministry official.

„When their luggage is thoroughly examined and they undergo extensive questioning they understand it comes from security needs, but when they get to the strip search part it breaks them and they are humiliated. Many Turkish businesspeople and tourists have complained about this in the past. This humiliation ceremony of Turkish citizens is a routine matter.“

Die ach so bös geplagten israelischen Türkeireisenden sollten sich also bei ihrer eigenen Regierung beschweren. Nicht bei den Türken. Außerdem: wie viele von ihnen haben während ihrer Zeit in der Armee selbst Palästinenser an den Checkpoints gequält?

Kein Mitleid. Echt nicht.

Read Full Post »

Nachdem Israels PR bei der Flotilla schon ziemlich schlecht aussah, verheddert man sich seitens der Regierung und ihrer Handlanger noch mehr. Die Reaktionen auf die Ankündigung, einiger hundert Aktivisten, am nächsten Freitag, dem 8. Juli, über Tel Aviv einreisen zu wollen und Palästina zu besuchen, lässt einige geradezu hysterisch werden.

Die Aktion: „Welcome to Palestine“ erklärte dazu in einer Pressemitteilung:

Nearly 600 women, men and children, among whom more than 350 French citizens, will fly to the West Bank next Friday 8 July, in answer to the call from 15 West Bank Palestinian civil society organizations.

The aim is to show that, if our governments do not seem to be interested in the fate of these people who have been under occupation for far too long, there are men and women from all countries, who are ready to bring them moral support, using a week of their holidays to go and meet them.

In order to go to Bethlehem, we have no other choice than first landing at Tel Aviv airport, since the only Palestinian airport was destroyed by Israel in the early 2000’s. We know that the internationals who go to Palestine are very often subjected to arbitrary, indeed criminal practices, when they are not turned back, which often leads them to lie on the reasons of their journey.

However, all the French, Belgian, British, German, Italian and American participants decided of one accord that, having nothing to hide, and coming with totally peaceful intentions, they would inform the Israeli authorities of our wish to go to the West Bank immediately after our arrival at Tel Aviv airport.

We then duly informed the French Foreign Office who forwarded the information to the Israeli authorities.

They therefore know perfectly well that we are not coming “to spread chaos at Tel Aviv airport” – contrary to claims by certain agencies, only to pay a visit to Palestinian families, share their daily life for a week, visit the towns, villages and refugee camps, discover the difficulties encountered by their inhabitants, also their culture and their expectations.

Our programme includes in particular exchanges with the Al-Rowwad Centre of the Aïda refugee camp (Bethlehem), help with olive tree planting around Ramallah, also a solidarity visit to the organizers of the Jenin Freedom Theatre whose manager, Juliano Meir Khamis, was brutally assassinated recently.

We strongly stress that we campaign for a just peace and for the freedom and security of both the Palestinian and the Israeli people. Such a peace necessarily means the end of the occupation of the Palestinian Territories and the respect of international law. There are many Israelis who share this point of view.

We are leaving with our passports in order. We are not carrying anything dangerous. We often come as families and we are ready to submit to the controls in force in all the airports of the world. However, we refuse both arbitrary practices, we mean without any connection with anyone’s security, and humiliation.

Denn, Tatsache ist, dass viel zu wenig klar wird, wie sehr auch die Westbank besetztes Gebiet ist, ein Gebiet, das eigentlich auch unter Blockade steht. Es gibt weder einen Flughafen, noch einen Grenzübergang, der nicht unter israelischer Aufsicht steht – auch von Jordanien aus kann man nicht ohne isralische Kontrolle einreisen und viele werden zurückgewiesen.  Die Aktion verspricht, interessant zu werden. Der hashtag auf twitter scheint aber #Airflotilla zu werden – mir gefiel Flightilla besser.

Es wird sicher ab Freitag auch in anderen Medien mehr darüber geben. Haaretz berichtet heute schon, und hier ein Tweet von Joseph Dana, der es sehr gut auf den Punkt bringt:

 

Read Full Post »

Zuerst die gute Nachricht: neuesten Meldungen zufolge ist einem kleinen Flotilla-Teilnehmer, dem französischen Schiff „Dignité“, das Auslaufen aus griechischen Gewässern gelungen. Erstaunlich, nachdem doch Griechenland sich dazu hat erpressen lassen, allen anderen Schiffen bislang das Auslaufen zu verbieten und sowohl das amerikanische als auch gestern das kanadische Schiff fast gewaltsam wieder in den Hafen zwang und Verhaftungen vornahm. Der Kapitän des amerikanischen Schiffes ist in Haft, ebenso drei Personen des kanadischen Teams – darunter meine Twitter-Freundin @SmithSofia, die ich schmerzlich vermisse.

Ich habe immer zu den Muslimen gehört, die eher bedächtig allgemeine Verschwörungstheorien über israelischen Einfluss skeptisch betrachteten. Was Israel in diesen Tagen vorführt, ist eine Bestätigung all jener. Sowohl, was die miserable Pressearbeit angeht, als auch die Einflussnahme auf diverser Regierungen. Am meisten aber auf Griechenland, das traditionelle eher gute Beziehungen zu Palästina hatte, aber in den letzten Jahren israelischem Werben zunehmend erlag, als Tel Aviv Ersatz für die verärgerte Türkei suchte. Ein griechischer Diplomat gab gestern an, es gehe u.a. um eine Gasleitung, die von off-shore Gasfeldern vor der palästinensischen Küste nach Griechenland liefern solle. Hoffen wir mal, dass es nicht von dem Gasfeld vor der Küste Gazas ist – welches ich für einen Hauptgrund der israelischen Sturheit bei der Blockade-Frage halte: Gaza soll dieses Feld nicht ausbeuten dürfen.

Und nun sitzen die Schiffe der Flotilla 2 in Griechenland fest. Auch wenn ich mich, wie andere, frage, warum ausgerechnet griechische Häfen gewählt wurden, bleibt die Tatsache, dass die griechische Regierung sich einfach unmöglich benimmt – populär soll das bei den Regierten i.Ü. nicht sein. Gestern wurde die Küstenwache, als sie die kanadische „Tahrir“ einfangen wollte, nicht unwesentlich von griechischen Aktivisten behindert. Leider nicht lange genug, als dass das Schiff internationale Gewässer hätte erreichen können.

Ich frage mich allerdings auch, mit welchem Recht Griechenland die Schiffe und die Menschen festhält – vielleicht weiß das ja einer meiner Leser – und wie lange sie das dürfen, wenn überhaupt. Und was, bitte, wäre, wenn die Schiffe nun angäben, z.B. Suez anlaufen zu wollen und unterwegs einfach abdrehen?

Read Full Post »

Israel hat Mitgliedern der ausländischen Presse angedroht, wer auf der Flotilla mitfahre, dürfe danach zehn Jahre nicht mehr ins Land.

Israel warns media against boarding Gaza flotilla

Das gab harte Kommentare aus der Presse, aber soweit mir bekannt, ließ sich kein Reporter davon abschrecken. Auch die NYT fährt mit.

Avoid Gaza Flotilla, Israel Warns Foreign Journalists

Inzwischen scheint die israelische Seite zurückzurudern. Soo schlechte Presse wollte man denn wohl doch nicht haben. Was allerdings den israelischen Journalisten droht, kann ich nur ahnen.

Auch wenn die Abschreckung nicht wirkt – tausende haben sich für die wenigen Plätze an Bord der Schiffe gemeldet – versucht es Israel doch mit martialischen Ankündigungen:

Israeli Prisons are ready

Das französische Schiff für Gaza ist bereits aus Korsika ausgelaufen – ohne Behinderung durch französische Behörden, ebenso wohl das spanische – das Gernika heißt.

La Dignité

Hier findet sich mehr über Schiffe und Mitfahrende – dazu versuche ich, noch einen längeren Bericht zu schreiben, wenn es klappt:

Who’s sailing to Gaza

Auch ein arabisches Schiff fährt mit.

Arab ship to participate in Gaza Freedom Flotilla II

Und aus Griechenland kommt die Nachricht, dass die Blockade des US-Schiffes wohl durch eine israelische Organisation verursacht wurde, die einen – recht merkwürdigen Sponsor hat. Aber nachdem das nun bekannt wurde, scheint es weiterzugehen und der neue Bericht von J.Dana hört sich eher optimistisch an:

Flotilla organizers: “We are ready to sail”

Ich empfehle ohnehin, ihm und Mya Guarnieri auf twitter zu folgen und/oder ihre Artikel bei The Nation, +972 bzw. Maan zu lesen. Jeden einzelnen werde ich hier nicht verlinken.

Read Full Post »

… die Rhetorik wird härter,  Israel versucht alles, um die Flotilla zu behindern. Joseph Danas tweets heute morgen sprachen auch von massivem Druck auf die griechische Regierung.

Israel escalates pressure, threats against flotilla

Für Zweifelnde: die Blockade Gazas ist illegal – also besteht kein Recht, Schiffe am Anlaufen des Hafens in Gaza zu hindern:

Gaza Blockade Legal? Hardly.

Oft wird auch eingewendet, die Flotilla sei nicht notwendig – zwei Artikel dazu:

Gaza Flotilla: Dr Ahmed Yousef IV On Breaking the Seige

Medicines for Gaza stuck at Israeli crossing

Wie ich schon anderweitig erwähnte, wird das amerikanische Schiff „Audacity of Hope“ zu mehr als einem Viertel von jüdischen Amerikanern bemannt. Hier schreibt einer von ihnen über seine Motivation:

A moment before boarding the next flotilla

Der erste Bericht aus Athen von Mya Guarnieri, die für Maan an Bord geht:

Savvy flotilla prep in full swing at Athens port

 

Mehr von J. Dana und M. Guarnieri. Der Druck Israels auf Griechenland wächst anscheinend, es war möglicherweise keine gute Wahl, griechische Häfen als Sammelpunkt zu wählen.

Flotilla organizers say Israel pressuring Greek government

With the Gaza Aid Flotilla

Greece: Israeli assault on the Flotilla is well underway

 

Ali Abunimah über Clintons recht hinterhältige Reden. Einerseits übersieht sie absichtlich (sie ist ja nicht dumm), dass die Flotilla keineswegs vorhat,  in israelische Gewässer einzudringen. Der Weg führt unmittelbar von internationalen Gewässern in die vor Gaza – wo israelische Marine nichts verloren hat. Andererseits legt sie mit ihrer Einschätzung den Grundstein dafür, dass in Zukunft noch mehr als bisher Palästina-Aktivisten als Hamas-Unterstützer in den USA gemäß den diversen Terror-Gesetzen verfolgt werden können. Übel.

Hillary Clinton gives green light for Israeli attack on Gaza flotilla

Read Full Post »

Older Posts »