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Posts Tagged ‘Furkan Dogan’

Überall in der Welt rüsten wieder Schiffe, um durch eine Fahrt nach Gaza die Blockade zu brechen. Im letzten Jahr überfiel die Israelische Navy die Flotilla in internationalen Gewässern und tötete dabei neun unbewaffnete Männer. Gerade deshalb aber wird nun eine neue Gruppe von Schiffen sich auf den Weg machen.

Israel hat sich bis heute nicht für die Morde entschuldigt, niemanden vor Gericht gestellt, keinen Schadensersatz gezahlt. Dazu laufen derzeit internationale Klagen an. Soweit mir bekannt, ist nicht einmal alles Eigentum der damals Mitreisenden zurückgegeben worden.

Seit der Ankündigung, dass es eine neue Flotilla geben wird, versucht Israel, auf allen möglichen Wegen dies zu verhindern. Insbesondere gegen den Mitorganisator, die türkische IHH (NICHT identisch mit der deutschen IHH), richtet sich eine sehr böse Rhetorik – bis hin zur Eintragung in die Liste von terrorunterstützenden Organisationen. Die türkische Regierung wurde ersucht, die Flotilla zu verbieten – was diese mit dem Hinweis darauf, dass es sich um eine private Initiative handele und die Türkei ein demokratischer Staat sei, abgewiesen wurde. Dafür gab es den guten Rat gratis, diesmal nicht wieder Türken umzubringen.

Die Flotilla soll in diesem Jahr größer sein, ca. 15 Schiffe, ca. 1500 Personen. Aus einem FAQ der IHH übernehme ich die Liste der Mitveranstalter:

ateau suisse pour Gaza (Isviçre),

Belgium to Gaza (Belçika),

Canada Boat to Gaza (Kanada)

Deutch initiative zum bruc des gazablockade (Almanya)

European Campaign to End the Siege on Gaza

Free Gaza Movement

Free Gaza Scotland (İskoçya)

IHH The Fundation for Human Rights and Freedoms and Humanitarian Relief (Türkiye)

Italia Freedom Flotilla (Italya)

Nederlands Boat to Gaza (Hollanda)

Rumbo a Gaza (Ispanya)

Ship to Gaza Greece (Yunanistan)

Ship to Gaza Norwey (Norveç)

Ship to Gaza Sweden (Isveç)

U.S. Boat to Gaza (ABD)

Un bateau pour Gaza (Fransa)

Irish Ship to Gaza (Irlanda)

Malaysian  Humanitarian Sail (Malezya)

Free Gaza Movement (Danimarka)

Ich wünsche der neuen Flotilla Sicherheit und viel Erfolg. Erfolg? Zumindest wurde seit dem letzten Juni mehr über Gaza gesprochen und geschrieben seit zuvor, die Blockade wurde ein wenig gelockert, so dass die Wirtschaft sich leicht erholt haben soll. Zudem hoffe ich, dass eine weitere Flotilla auch die Kräfte der neuen ägytischen Regierung stärkt, die die Grenze zu Gaza auch gegen den Willen Israels normal öffnen wollen.

Ich werde sicher auch weiter dazu bloggen.

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Unter den auf der Mavi Marmara ermordeten war ein junger Mann namens Furkan Dogan. In Amerika geboren, amerikanischer Staatsbürger, Medizinstudent in Kayseri, Türkei, wo sein Vater, ein Professor, lehrt. Nach dem 31.5. wurde meist von 9 getöteten Türken geschrieben – nicht falsch, denn er hatte durch seine Eltern auch die türkische Staatsangehörigkeit.

In den USA war sein Tod kein Thema. Wenn sonst wegen getöteter Amerikaner dort regelmäßig große Empörung herrscht, gab es hier nur lautes Schweigen. So laut, dass selbst der nicht sonderlich palästinafreundliche Kommentator der NYT, Roger Cohen, über den Toten einen Kommentar schrieb und dies thematisierte:

I have little doubt that if the American killed on those ships had been Hedy Epstein, a St. Louis-based Holocaust survivor, or Edward Peck, a former U.S. ambassador to Mauritania, we would have heard a lot more. We would have read the kind of tick-tock reconstructions that the deaths of Americans abroad in violent and disputed circumstances tend to provoke. (Epstein had planned to be aboard the flotilla and Peck was.)

I also have little doubt that if the incident had been different — say a 19-year-old American student called Michael Sandler killed by a Palestinian gunman in the West Bank when caught in a cross-fire between Palestinians and Israelis — we would have been deluged in stories about him.

But a chill descends when you have the combination of Israeli commandos doing the firing, an American with a foreign-sounding Muslim name, and the frenzied pre-emptive arguments of Israel and those among its U.S. supporters who will brook no criticism of the Jewish state.

I called the State Department, where an official said the U.S. ambassador in Turkey has offered the Dogan family assistance. (He also denied reports that the United States plans to designate I.H.H. a terrorist organization.)

Any further action, including a possible F.B.I. investigation of Dogan’s death, will hinge on the results of the inquiry being led by a retired Israeli Supreme Court justice and including two foreign observers. The Dogan family could also request F.B.I. action.

But it seems they have few illusions. Professor Dogan, who teaches at Kayseri University, told the Wall Street Journal’s Marc Champion (who wrote the best piece on Dogan) that he’s been wondering what the U.S. response would have been if his son had been a Christian living stateside. Having lived in America, he said, “I know what people do there when a cat gets stuck in a tree.”

It’s different, however, when an American Muslim male gets stuck in a hail of Israeli gunfire.

Es ehrt Cohen, diese beschämende Tatsache öffentlich zu machen. Es scheint in den USA nicht anders zu sein als in Europa: Muslime sind second class citizens.

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