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Archive for the ‘Dorfzerstörungen’ Category

Seit nunmehr 10 Jahren sitzt Marwan Barghouti in israelischer Haft. Israel weigerte sich im letzten Jahr, ihn mit gegen Gilad Shalit auszutauschen – daran scheiterten schon einige frühere Verhandlungen, aber in diesem Falle scheinen die Israelis zu viel Angst davor zu haben, dass er in Freiheit endgültig den Widerstand ohne Parteigrenzen sammeln könnte.

Aber auch aus dem Gefängnis heraus ist seine Stimme zu hören – und er sagte nunmehr, es sei genug. Genug der Versuche der Israelis, mit immer neuen Verhandlungen und nicht eingehaltenen Versprechungen die Palästinenser zum Narren zu halten, während die Siedlungen in der Westbank aufsprießen wie Pilze nach dem Regen. Während die Rechte der Palästinenser immer weniger werden, ihr Wasser gestohlen, ihre Bäume und Häuser zerstört werden.

Vor allem aber: genug der Zusammenarbeit der PA mit dieser lügnerischen Besatzungsmacht.

Der Ball liegt in Abbas‘ Feld.

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Bei Scoop gibt es eine Artikelserie über den Nicht-Hausbau in Gaza – mit Hintergründen, und einem Bericht, wie die UNRWA derzeit blockiert wird, aus Protest über ihre Vernachlässigung der Obdachlosen:

Gazans Begin Their Own Blockade, of UNRWA – Photo Story

Scoop Exclusive From Gaza: Hamas On The Housing Crisis

Aus der Westbank kommen vermehrt Berichte über Angriffe auf Moscheen:

Waves of attacks against West Bank mosques

 

Ein Bericht vom (Über-)Leben im Jordantal:

„Now it’s all gone“: Women cope with siege in Jordan Valley

Israel finanziert sich auch aus Einnahmen aus dem Diamantenhandel. Und so penibel sonst darauf geachtet wird, Blutdiamanten zu ächten, scheint dies für israelischen Handel nicht zu gelten:

The diamond industry’s double-standard on Israel

 

Bereits Netanyahus Vater hatte eine recht unschöne Weise, über Araber zu sprechen. Wenn man dann noch liest, was der Sohn so bei Facebook schreibt, wundert man sich über gar nichts mehr.

Netanyahu’s father discusses the peace process: excerpts from the exclusive Maariv interview (part I)

 

Und wie war das? I. Höger wurde des Antisemitismus beschuldigt, weil sie einen Schal trug, auf dem das gesamte Gebiet zwischen Mittelmeer und Jordan keine inneren Grenzen hatte. Was aber ist das dann, wenn es von der israelischen Seite kommt?

http://www.moia.gov.il/Moia_en/Offices/Map.htm?city=ashkelon

 

 

 

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Tiefgründiger Artikel über eine Teilung Palästinas und allgemeine Grundlagen:

Can Palestine be partitioned? Taking the discussion back to basics

Mehr dazu:

Israeli Jews and the one-state solution

Detaillierte Anmerkungen dazu, warum Solidarität mit den Palästinensern kein Antisemitismus ist:

Solidarität mit den Palästinensern – gegen Antisemitismus

Netanyahu wurde versehentlich deutlich – über ethnische Separierung:

Netanyahu: Israel needs to separate from the Palestinians

Aber auch die UNRWA erkennt an, dass eine Lösung des Palästina-Problems nicht zu Lasten der Flüchtlinge gehen darf:

UNRWA: “You can’t leave Palestine refugees behind”

Das Jordantal wird weiter besetzt und enteignet:

Dispossession and Exploitation: Israel’s Policy in the Jordan Valley and Northern Dead Sea

Dokumentation des Landraubs:

Map of the West Bank, Settlements and the Separation Barrier, June 2011

Und innerhalb der israelischen Grenzen, im Negev, sollen die Beduinen noch mehr Land hergeben.

Negev land reform to be reviewed

Die USA erklärt mal wieder genau, wie sie sich ihre Beziehungen zur UN vorstellt: entweder, die parieren, oder wir drohen und streichen Geld (haben die eigentlich ihre Schulden bezahlt?)

US Ambassador: If UN recognizes Palestine, Congress will punish UN

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Es passiert immer sehr viel auf einmal ….

Nicht nur im Negev, auch im Jordantal werden weiter Palästinenser durch das Zerstören ihres Wohnraums vertrieben:

Mosque, school handed demolition orders

IOF soldiers destroy Bedouin tents

Mit der schleichenden Annektion des Jordantals befasst sich auch dieser Artikel und der dort als PDF verlinkte Bericht:

“The Silent Annexation of the Jordan Valley”

Joint Written Statement – Human Rights Council 17th Session

 

Ein ehemaliger saudischer Botschafter in den USA schreibt einen sehr offenen Kommentar über die saudische Sicht auf die amerikanische Israel-Politik. Bei aller Freundschaft, hier gibt es Grenzen:

Failed favoritism toward Israel

Und dieser Kommentar wird dann von R. Cohen kommentiert – aufschlussreich.

From a Saudi prince, tough talk on America’s favoritism toward Israel

 

Nur ein Aspekt über die Umweltprobleme Palästinas: Israelischer Müll. Das Thema insgesamt, vor allem auch in Gaza, bedürfte eines längeren Artikels:

Barkat, Erdan get down and dirty over Abu Dis trash site

Nicht allen Israelis ist bei der derzeitigen Lage ganz wohl, wie es scheint:

Israelis Rush For Second Passports

Hier gibt es sechs Videos über das derzeitige Leben in Ost-Jerusalem – mal was anderes:

WATCH: Guardian, B’Tselem provide peek into life in E. Jerusalem

Bericht und Video von der „Rückkehr nach Jerusalem“, dem Marsch vom 5. Juni:

Returning to Jerusalem

Und so gerne das Thema in Israel heruntergespielt und in Deutschland zur Diffamierung verwendet wird, BDS scheint zu wirken. Der ehemalige israelische Verteidigungsminister Ben Eliezer warnt:

Former Israeli Defense Minister Warns of BDS, Sanctions

Die jpost druckt einen gerharnischten Artikel des Direktors der palästinensischen Wasserbehörde ab – unbedingt lesen, er erklärt sehr gut, warum Israel keinerlei Interesse an der Existenz eines gleichberechtigten palästinensischen Staates hat und die Hamas nur ein Vorwand ist:

The real reason for Palestinians‘ water crisis

Jeden Tag gibt es Artikel zum Thema Flotilla – heute aus Kanada, wo sich die „Boat to Gaza“-Initiative von der Regierung nicht von der Teilnahme abhalten lassen will:

Canadians to join Gaza flotilla despite warnings

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Zu dem Gebiet, das Israel für sich beansprucht, gehört auch der Negev. Dort wohnen insgesamt ca. 191.000 arabische Einwohner, ca. 70.000 davon in 36 Dörfern, die Israel nicht „anerkennt“, obwohl sie älter sind als der Staat Israel selbst. Das führt dazu, dass diese Dörfer bei der Infrastrukturplanung außen vor gelassen werden – oder beseitigt, wie im Falle Araqib (s. dazu hier und hier m.w.N.).

In einem Streit, ob auch diese Menschen ein Recht auf Versorgung mit Wasser haben, wurde ein Urteil gefällt, das, kurz gesagt, beinhaltet, dass ein minimaler Zugang zu Wasser ausreicht, da sie ja „illegal“ dort wohnten. Komisch, die illegalen israelischen Siedlungen im Westjordanland beanspruchen regelmäßg mehr Wasser als die Palästinenser….

Nicht genug mit all diesen Schikanen, die derzeitige israelische Regierung hat sich für die Lösung des Problems mangelhafter Infrastruktur etwas einfallen lassen: sie will mindestens 30.000 dieser Einheimischen zwingen, in Siedlungen bei bereits vorhandenen palästinensischen Städten umzuziehen, ihnen dabei den Anspruch auf ihr eigenes Land teils entschädigen, teils einfach negieren.

Den dazu passenden Kommentar lieferte wohl Max Blumenthal:

 

Aber, wie Netanyahu in seiner Rede vor dem US-Kongress versicherte, die Araber haben ein Israel ein tolles, gleichberechtigtes Leben und wollen es gar nicht anders haben.

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Gestern wurde zum neunten Mal seit Juli 2010 das arabische Dorf Al-Araqib im Negev gewaltsam von den Israelis zerstört. Die Menschen, die dort zu Hause sind, wollen sich nicht vertreiben lassen, ungeachtet aller Angriffe und Erschwernisse. Kein Gebäude steht mehr dort, alle Infrastruktur ist zerstört – aber sie wollen sich nicht wegräumen lassen:

Diesmal war die Rede von einer „Endlösung“ – allerdings nur auf hebräisch:

Israel Lands Administration Development Director Shlomo Tsizer: „We are making an effort to find a final solution to what’s happening in Al-Arakib.“

(Ynet, Hebrew edition only – omitted from English version.)

New JNF-KKL bulldozer camp built near Al Arakib cemetery

ILA Development Director Shlomo Tsizer: „We are preparing the place for planting, to protect the ground.“

This statement, contained in the Hebrew version of the Ynet article, and translated by this blog’s editor, was also omitted from Ynet’s report in English.
It implicates JNF-KKL, as they are the body who will do the planting.

Es wurde Tränengas verwendet, Gummigeschosse – was meist mit Gummi überzogene Bleikugeln sind, wie man mir sagte – verletzten weitere Menschen. Fünf mussten im Krankenhaus behandelt werden.

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In Palästina? Du meinst doch bestimmt in Israel, höre ich mich da schon berichtigt werden. Denn nördlich von Haifa steht der Carmel-Berg in Flammen, enthüllt die Unfähigkeit eines Staates, der eine Riesenarmee unterhält, ein Feuer zu bekämpfen.

Also, will ich hier an diesem Punkt darüber streiten, was zu Palästina gehört und was nicht? Mitnichten. Der Punkt ist ein anderer. Von dem Brand am Carmel-Berg wird umfangreich berichtet. Aber es brennt auch dort, wo man mir die Bezeichnung „Palästina“ nicht gleich als Antisemitismus vorwerfen wird. Und dort brennt es ständig.

Bei  Mondoweiss hat sich Seham die Mühe gemacht, eine Reihe von Einzelfällen aufzulisten, ein Auszug der letzten 60 Tage, und nur die, für die es englischsprachige Quellen gibt. Olivenbäume, Felder, Schulen – was auch immer, und fast immer Brandstiftung. Berichterstattung? Da liest man dann so etwas:

Journalists held after covering Safa village arson
Hebron – PNN – Israeli forces held a group of journalists who tried to cover Wednesday’s settler assaults in the village of Safa, near Hebron. Muhammad Ayad Awad, media spokesman for the Palestine Solidarity Project, said that troops detained a Palestine Television crew including Fada Nasir and Mahmoud Khilaf, as well as a group of solidarity activists. They were forbidden from taking pictures of the fire started in Safa by Israeli settlers from nearby Bat Ayin. The fire reportedly destroyed more than ten acres of olive and almond trees.According to Awad, the military’s explanation was that the burning acreage was a „closed military zone.“
http://english.pnn.ps/index.php?option=com_content&task=view&id=9163&Itemid=64

 

Ich hoffe, dass mit Hilfe des Auslands das Feuer am Carmel baldmöglichst gelöscht wird. Und für die, die es nicht gelesen haben: unter den ersten Löschflugzeugen waren die aus der Türkei. Schlechte politische Beziehungen hindern die türkische Regierung nicht daran, hier Hilfe zu senden.

 

 

 

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