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Posts Tagged ‘Türkei’

BDS in Deutschland:

Germany: Israeli academic expelled over settlement ties

Der UN-Bericht über den Angriff auf die Mavi Marmara ist alles andere als ausreichend. Aber selbst in seiner Vorurteilhaftigkeit zeigt er noch das Verbrechen der Israelischen Armee:

Deep flaws in the UN’s Mavi Marmara report

Kommentar zur Türkischen Haltung – die der Türkei immer mehr Zustimmung in der arabischen Welt bringt:

Bold step that others ‘must follow’

Die Time mit einem interessanten Blick auf den Anschlag in Eilat – der viele Fragen offen lässt:

The Mysterious Raid on Eilat: Why No One Wants to Dig Too Deep

Die Vorbereitungen für die Ausrufung eines Staates Palästina gehen voran. Wie auch ich, sieht EI das sehr kritisch:

At the UN, the funeral of the two-state solution

Jordanien ist aus vielen Gründen dafür, vor allem weil die ständigen Sticheleien aus Israel gegen die Jordanische Einheit sind – der König wurde deutlich:

‘National unity is a red line’

In der Westbank wird es unruhiger, Siedlergewalt wächst, auch etwas, was kaum Aufmerksamkeit in der westlichen Presse erfährt:

Settlers announce plan to shoot Palestinian protesters (and they demand legal protection for it)

Inzwischen scheint sich dies zu organisieren:

Shin Bet: Israel’s extreme rightists organizing into terror groups

Aber diese Terrorisen haben Angst vor den Bildern der Kinder Gazas, deren Ausstellung in LA verhindert wurde – eine Schande für das Museum:

See the children’s drawings that terrified the San Francisco Jewish Community Relations Council and the Jewish Federation of the East Bay

Update:

Alice Walker zu der Weigerung, die Bilder der Kinder aus Gaza auszustellen:

Empathy Is A Wave: The Banning of Palestinian Children’s Art (from the Museum of Children’s Art in Oakland)

 

Nicht so, Herr Lieberman (sollte der wirklich auf die Idee kommen, müsste geprüft werden, ob nicht Israel als Terrorismusunterstützer gelistet werden müsste, aber vermutlich wird das wieder nix ^^):

PKK-Leader demands apology from Israel

Viel Diskussionen über den „Statehood bid“:

Virtual statehood or the Right of Return

September and Beyond: Who Speaks in My Name?

Ten reasons Palestine is right to bring its case to the UN – diesen Artikel müsste ich noch einzeln diskutieren, ich halte die Argumente nicht für im Endeffekt stichhaltig.

Repercussions Of a US Veto On Statehood

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In der Türkei ist man – endlich – mit der Geduld anscheinend am Ende. Das äußerte sich zunächst in deutlichen Worten des Außenministers und auch des Präsidenten. Ein passender Artikel darüber von Ali Abuminah – der sich jetzt mit der Einschätzung der türkischen Geduld eher meiner Linie annährt, ich hatte sie nicht so scharf verurteilt sehen wollen.

Auch der Rauswurf des Botschafters freut mich.

Heute morgen nun beschwerten sich israelische Touristen, man habe sie auf dem Flughafen in Israel schlecht behandelt: separat vernommen, längere Zeit festgehalten – grässlich diskriminierend. Wirklich.

Lob gebührt der Ehrlichkeit der Haaretz, die die passenden Worte dazu findet: schon lange ist es Usus, dass auf dem Ben-Gurion-Flughafen Einreisende, gerade auch Türken, schikaniert werden. Darüber wird selten berichtet.

The officials also said that almost every Turkish citizen who arrives at Ben-Gurion airport undergoes a routine procedure of extensive, humiliating examinations that also include undressing to one’s underwear.

„Turkish citizens are always separated from the rest of the passengers at the airport,“ said a Foreign Ministry official.

„When their luggage is thoroughly examined and they undergo extensive questioning they understand it comes from security needs, but when they get to the strip search part it breaks them and they are humiliated. Many Turkish businesspeople and tourists have complained about this in the past. This humiliation ceremony of Turkish citizens is a routine matter.“

Die ach so bös geplagten israelischen Türkeireisenden sollten sich also bei ihrer eigenen Regierung beschweren. Nicht bei den Türken. Außerdem: wie viele von ihnen haben während ihrer Zeit in der Armee selbst Palästinenser an den Checkpoints gequält?

Kein Mitleid. Echt nicht.

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Überall in der Welt rüsten wieder Schiffe, um durch eine Fahrt nach Gaza die Blockade zu brechen. Im letzten Jahr überfiel die Israelische Navy die Flotilla in internationalen Gewässern und tötete dabei neun unbewaffnete Männer. Gerade deshalb aber wird nun eine neue Gruppe von Schiffen sich auf den Weg machen.

Israel hat sich bis heute nicht für die Morde entschuldigt, niemanden vor Gericht gestellt, keinen Schadensersatz gezahlt. Dazu laufen derzeit internationale Klagen an. Soweit mir bekannt, ist nicht einmal alles Eigentum der damals Mitreisenden zurückgegeben worden.

Seit der Ankündigung, dass es eine neue Flotilla geben wird, versucht Israel, auf allen möglichen Wegen dies zu verhindern. Insbesondere gegen den Mitorganisator, die türkische IHH (NICHT identisch mit der deutschen IHH), richtet sich eine sehr böse Rhetorik – bis hin zur Eintragung in die Liste von terrorunterstützenden Organisationen. Die türkische Regierung wurde ersucht, die Flotilla zu verbieten – was diese mit dem Hinweis darauf, dass es sich um eine private Initiative handele und die Türkei ein demokratischer Staat sei, abgewiesen wurde. Dafür gab es den guten Rat gratis, diesmal nicht wieder Türken umzubringen.

Die Flotilla soll in diesem Jahr größer sein, ca. 15 Schiffe, ca. 1500 Personen. Aus einem FAQ der IHH übernehme ich die Liste der Mitveranstalter:

ateau suisse pour Gaza (Isviçre),

Belgium to Gaza (Belçika),

Canada Boat to Gaza (Kanada)

Deutch initiative zum bruc des gazablockade (Almanya)

European Campaign to End the Siege on Gaza

Free Gaza Movement

Free Gaza Scotland (İskoçya)

IHH The Fundation for Human Rights and Freedoms and Humanitarian Relief (Türkiye)

Italia Freedom Flotilla (Italya)

Nederlands Boat to Gaza (Hollanda)

Rumbo a Gaza (Ispanya)

Ship to Gaza Greece (Yunanistan)

Ship to Gaza Norwey (Norveç)

Ship to Gaza Sweden (Isveç)

U.S. Boat to Gaza (ABD)

Un bateau pour Gaza (Fransa)

Irish Ship to Gaza (Irlanda)

Malaysian  Humanitarian Sail (Malezya)

Free Gaza Movement (Danimarka)

Ich wünsche der neuen Flotilla Sicherheit und viel Erfolg. Erfolg? Zumindest wurde seit dem letzten Juni mehr über Gaza gesprochen und geschrieben seit zuvor, die Blockade wurde ein wenig gelockert, so dass die Wirtschaft sich leicht erholt haben soll. Zudem hoffe ich, dass eine weitere Flotilla auch die Kräfte der neuen ägytischen Regierung stärkt, die die Grenze zu Gaza auch gegen den Willen Israels normal öffnen wollen.

Ich werde sicher auch weiter dazu bloggen.

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Nach dem Überfall auf das größte Schiff der Flotilla nach Gaza am 31. Mai 2010 wurde die Mavi Marmara noch lange von den Israelis festgehalten. Natürlich wurden Spuren und Beweismittel sorgfältig vernichtet, bevor das Schiff an seine türkischen Eigentümer zurückgegeben wurde. Seither sind Reparaturen durchgeführt worden, und gestern nun traf das Schiff in Istanbul ein.

Zur Begrüßung gab es eine große Veranstaltung, wo vor allem auch der bei dem Angriff Getöteten gedacht wurde:

Es war ein großer Empfang im Hafen von Istanbul, auch viele Verwandte der Toten nahmen daran teil.

Bis heute gab es noch keine Entschuldigung von Israelischer Seite. Trotzdem half die Türkei, als es am Carmel-Berg brannte und Israel nicht ausreichend mit Brandbekämpfungsmaterial gerüstet war.

Al-Jazeera berichtete – in deutschen Medien las oder sah ich nichts davon.

Ein Jahr nach dem Überfall, am 31. Mai 2011, soll die Mavi Marmara die nächste Flotilla anführen.

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In Palästina? Du meinst doch bestimmt in Israel, höre ich mich da schon berichtigt werden. Denn nördlich von Haifa steht der Carmel-Berg in Flammen, enthüllt die Unfähigkeit eines Staates, der eine Riesenarmee unterhält, ein Feuer zu bekämpfen.

Also, will ich hier an diesem Punkt darüber streiten, was zu Palästina gehört und was nicht? Mitnichten. Der Punkt ist ein anderer. Von dem Brand am Carmel-Berg wird umfangreich berichtet. Aber es brennt auch dort, wo man mir die Bezeichnung „Palästina“ nicht gleich als Antisemitismus vorwerfen wird. Und dort brennt es ständig.

Bei  Mondoweiss hat sich Seham die Mühe gemacht, eine Reihe von Einzelfällen aufzulisten, ein Auszug der letzten 60 Tage, und nur die, für die es englischsprachige Quellen gibt. Olivenbäume, Felder, Schulen – was auch immer, und fast immer Brandstiftung. Berichterstattung? Da liest man dann so etwas:

Journalists held after covering Safa village arson
Hebron – PNN – Israeli forces held a group of journalists who tried to cover Wednesday’s settler assaults in the village of Safa, near Hebron. Muhammad Ayad Awad, media spokesman for the Palestine Solidarity Project, said that troops detained a Palestine Television crew including Fada Nasir and Mahmoud Khilaf, as well as a group of solidarity activists. They were forbidden from taking pictures of the fire started in Safa by Israeli settlers from nearby Bat Ayin. The fire reportedly destroyed more than ten acres of olive and almond trees.According to Awad, the military’s explanation was that the burning acreage was a „closed military zone.“
http://english.pnn.ps/index.php?option=com_content&task=view&id=9163&Itemid=64

 

Ich hoffe, dass mit Hilfe des Auslands das Feuer am Carmel baldmöglichst gelöscht wird. Und für die, die es nicht gelesen haben: unter den ersten Löschflugzeugen waren die aus der Türkei. Schlechte politische Beziehungen hindern die türkische Regierung nicht daran, hier Hilfe zu senden.

 

 

 

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Isreal wird das nicht gefallen. Ihre eigene hastig zusammengestellte Truppe brachte ja natürlich das Ergebnis, dass die IDF im Recht gewesen sei, es sei nur schlecht geplant gewesen. Muslimische Staaten in der Menschenrechtskommission der UN drückten nun einen Antrag durch, dass eine internationale, unabhängige Kommission den Vorfall untersuchen soll.

Hier wurden in internationalen Gewässern zivile Schiffe von israelischen Schiffen und Soldaten angegriffen und es gab 9 Erschossene. Es ist beschämend genug, dass die USA, obwohl ein amerikanischer Staatsbürger darunter war, sich für die Aufklärung kaum interessieren. Auch in der Türkei hat das zu Verärgerung geführt, da dieser Staatsbürger türkischer Herkunft war – es macht den Eindruck, er werde als Amerikaner zweiter Klasse gesehen. Muss nicht sein, liegt vielleicht nur an der Nationalität des Schützen?

Zur Aufklärung bestimmt wurden drei unabhängige Experten aus drei Ländern: Sir Desmond de Silva (Britain), Karl Hudson-Phillips (Trinidad and Tobago) und Mary Shanthi Dairiam (Malaysia).

Mr De Silva is a former chief war crimes prosecutor at the UN-backed Special Court for Sierra Leone. Mr Hudson-Phillips is a former judge at the International Criminal Court who also served as attorney-general of Trinidad and Tobago.

Ms Shanthi Dairiam is a Malaysian women’s rights activist working in UN and Asian regional forums.

Es wird interessant sein, zu sehen, ob sich Israel fügt und auch die Vernehmung der Soldaten zulässt. Ergebnisse sollen möglichst zur nächsten dreiwöchigen Sitzungsperiode ab dem 12. September vorliegen.

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