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Verschiedene Meldungen berichten, dass mehrere tausend US-Soldaten nach Israel verlegt werden sollen, während gleichzeitig israelisches Militärpersonal nach Deutschland zum EUCOM kommen soll:

In one of the most blacked-out stories in America right now, the US military is preparing to send thousands of US troops, along with US Naval anti-missile ships and accompanying support personnel, to Israel. It took forever to find a second source for confirmation of this story and both relatively mainstream media outlets are in Israel. With one source saying the military deployment and corresponding exercises are to occur in January, the source providing most of the details suggests it will occur later this spring.

Calling it not just an “exercise”, but a “deployment”, the Jerusalem Post quotes US Lt.-Gen Frank Gorenc, Commander of the US Third Air Force based in Germany. The US Commander visited Israel two weeks ago to confirm details for “the deployment of several thousand American soldiers to Israel.” In an effort to respond to recent Iranian threats and counter-threats, Israel announced the largest ever missile defense exercise in its history. Now, it’s reported that the US military, including the US Navy, will be stationed throughout Israel, also taking part.

Also confirming the upcoming US-Israeli military missile exercises is JTA.org – ‚global news service of the Jewish people‘. In their account, they report, ‚Last week, plans for Gen. Martin Dempsey, the chairman of the U.S. Joint Chiefs of Staff, to visit Israel in January were leaked to Israeli media; his visit likely will coincide with the largest-ever joint U.S.-Israel anti-missile exercise‘.

While American troops will be stationed in Israel for an unspecified amount of time, Israeli military personnel will be added to EUCOM in Germany. EUCOM stands for United States European Command.

Das sieht mehr und mehr nach Kriegsvorbereitungen gegen den Iran aus.

Wie sich aus dem verlinkten Artikel und den Kommentaren (die sind teilweise ausgesprochen lesenswert) ergibt, wird diese Aktion äußerst leise gehandhabt. Dass die JP darüber berichtet, ist erstaunlich, in der amerikanischen Presse soll es nichts geben, in der deutschen ohnehin nicht.

Ich selbst muss mich diesmal bei einem der Blogger im „Freitag“ für das Auffinden bedanken.

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Ich kann von mir sagen, dass ich mich bei der Obamania außen vor gehalten habe – eigentlich, weil ich fürchtete, dass er als relativer Neuling vom Establishment einfach an die Wand gedrückt werden würde.

Ich hatte nicht mit vielen Dingen gerechnet, die er nun so tut. Auch und schon gar nicht, dass er sich von einem solchen Mann hochjubeln lässt:

Yoffie is a major Obama campaign surrogate, whose endorsement is featured on a pro-Obama website createdby the liberal Zionist Israel lobbying group, J Street.

While Yoffie proclaimed during his introduction of the President, “Our movement stands for openness and embraces pluralism,“ he has gone on the record in support of ethnic separation.

Earlier this year, Yoffie published the transcript of an argument he had with a right-wing friend who helped him lobby against the Palestinian Authority’s bid for statehood at the UN. He entitled the piece, „I prefer to live with Jews.“

Yoffie’s argument went as follows:

[Yoffie]: I care about humankind, but I love my own group a bit more. I am more comfortable with them. I care more about them, just as I care more about my family than other families. Without a two-state solution, Israel will not longer be a state for my group; it will be a bi-national state without a clear Jewish identity. That is not the kind of place where I, or most Israeli Jews, will want to live.

[Right-wing friend]: Are you saying you don’t want too many Arabs in the Jewish state?

[Yoffie]: Yes, that’s exactly what I am saying.

Amidst a wave of mosque burnings and racist, anti-democratic laws aimed at driving Palestinian citizens of Israel out of the country, a key Obama surrogate — a self-proclaimed liberal, no less — has declared explicit support for planning and maintaining Israel’s ethnic majority at the expense of its indigenous minority population — something Israeli leaders call „Judaization.“ „I don’t apologize for my views because I don’t apologize for Zionism,“ Yoffie stated.

Die muslimische Welt hatte teilweise große Hoffnungen in ihn gesetzt. Statt dessen kann Israel machen, was es will – DIESER Präsident wird keinen Palästinenser schützen.

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… die Rhetorik wird härter,  Israel versucht alles, um die Flotilla zu behindern. Joseph Danas tweets heute morgen sprachen auch von massivem Druck auf die griechische Regierung.

Israel escalates pressure, threats against flotilla

Für Zweifelnde: die Blockade Gazas ist illegal – also besteht kein Recht, Schiffe am Anlaufen des Hafens in Gaza zu hindern:

Gaza Blockade Legal? Hardly.

Oft wird auch eingewendet, die Flotilla sei nicht notwendig – zwei Artikel dazu:

Gaza Flotilla: Dr Ahmed Yousef IV On Breaking the Seige

Medicines for Gaza stuck at Israeli crossing

Wie ich schon anderweitig erwähnte, wird das amerikanische Schiff „Audacity of Hope“ zu mehr als einem Viertel von jüdischen Amerikanern bemannt. Hier schreibt einer von ihnen über seine Motivation:

A moment before boarding the next flotilla

Der erste Bericht aus Athen von Mya Guarnieri, die für Maan an Bord geht:

Savvy flotilla prep in full swing at Athens port

 

Mehr von J. Dana und M. Guarnieri. Der Druck Israels auf Griechenland wächst anscheinend, es war möglicherweise keine gute Wahl, griechische Häfen als Sammelpunkt zu wählen.

Flotilla organizers say Israel pressuring Greek government

With the Gaza Aid Flotilla

Greece: Israeli assault on the Flotilla is well underway

 

Ali Abunimah über Clintons recht hinterhältige Reden. Einerseits übersieht sie absichtlich (sie ist ja nicht dumm), dass die Flotilla keineswegs vorhat,  in israelische Gewässer einzudringen. Der Weg führt unmittelbar von internationalen Gewässern in die vor Gaza – wo israelische Marine nichts verloren hat. Andererseits legt sie mit ihrer Einschätzung den Grundstein dafür, dass in Zukunft noch mehr als bisher Palästina-Aktivisten als Hamas-Unterstützer in den USA gemäß den diversen Terror-Gesetzen verfolgt werden können. Übel.

Hillary Clinton gives green light for Israeli attack on Gaza flotilla

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Tiefgründiger Artikel über eine Teilung Palästinas und allgemeine Grundlagen:

Can Palestine be partitioned? Taking the discussion back to basics

Mehr dazu:

Israeli Jews and the one-state solution

Detaillierte Anmerkungen dazu, warum Solidarität mit den Palästinensern kein Antisemitismus ist:

Solidarität mit den Palästinensern – gegen Antisemitismus

Netanyahu wurde versehentlich deutlich – über ethnische Separierung:

Netanyahu: Israel needs to separate from the Palestinians

Aber auch die UNRWA erkennt an, dass eine Lösung des Palästina-Problems nicht zu Lasten der Flüchtlinge gehen darf:

UNRWA: “You can’t leave Palestine refugees behind”

Das Jordantal wird weiter besetzt und enteignet:

Dispossession and Exploitation: Israel’s Policy in the Jordan Valley and Northern Dead Sea

Dokumentation des Landraubs:

Map of the West Bank, Settlements and the Separation Barrier, June 2011

Und innerhalb der israelischen Grenzen, im Negev, sollen die Beduinen noch mehr Land hergeben.

Negev land reform to be reviewed

Die USA erklärt mal wieder genau, wie sie sich ihre Beziehungen zur UN vorstellt: entweder, die parieren, oder wir drohen und streichen Geld (haben die eigentlich ihre Schulden bezahlt?)

US Ambassador: If UN recognizes Palestine, Congress will punish UN

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Interview mit Alice Walker, Autorin („Die Farbe Lila“), die auch an der Flotialla teilnimmt:

Freedom Riders of Gaza flotilla prepare for tough voyage

Davon lässt sie sich auch nicht abhalten. Weder durch Warnungen der US-Regierung, noch durch die martialischen Drohungen der Israelischen Marine. Wobei die US-Regierung nicht etwa Israel warnt, nicht wieder Amerikaner umzubringen, sondern möchte, dass die nicht an der Flotilla teilnehmen. Schwaches Bild.

Author Alice Walker to take part in Gaza flotilla, despite U.S. warning

Mit der Flotilla kommt hoffentlich der Arabische Sommer nach Palästina:

After the Arab Spring, it’s time for a Palestine Freedom Summer

 

Interessanterweise wirkt die Flotilla schon, bevor sie losfährt. Plötzlich kann sogar Baumaterial nach Gaza eingeführt werden:

Israel Proves that Flotillas Work

 

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Über diesen Satz soll es bei den Verhandlungen Streit gegeben haben. Dabei hört es sich ja erst mal recht vernünftig nach Zwei-Staaten-Lösung an. Jedoch, nach etlichen Bemerkungen Liebermanns bin wohl nicht nur ich hellhörig geworden. Zusammen mit der offenen Forderung Netanyahus, Israel als „jüdischen Staat“ anzuerkennen, lässt diese Aussage auch andere Schlüsse zu, als ledigliche eine gegenseitige Anerkennung der Staaten.

Liebermann – vielleicht hat er sich auch eher verplappert – ließ duchblicken, dass es ihm recht sei, je weniger Nichtjuden er in Israel ertragen muss. Dazu passt auch die gesamte Politik der Regierung, bis hin zur Ausweisung von Kinder von Gastarbeitern. Einen Treueeid auf einen jüdischen Staat will er fordern, wer ihn nicht leistet, soll verschwinden.

Und wo sollen die hin, die man dort nicht mehr will? Eine Frage, die sich auch stellt, wenn man berücksichtigt, dass ja Israel ebenfalls den Verzicht auf das Recht zur Rückkehr verlangt. Es heißt, die USA hätten angeboten, ca. 100 000 Palästinenser dort anzusiedeln. Gerüchte aber besagen, dass in anderen Ländern bereits Wohnsiedlungen im Bau sind, um Palästinenser aufzunehmen. Angeblich aus den Lagern des Libanon – nur ist das völlig unlogisch. Zusammen mit diesen israelischen Ideen jedoch lässt das ganz andere Vermutungen zu.

Heute, am 26. September 2010, endet der angebliche Baustopp im Westjordanland. Er war Voraussetzung dafür, dass die arabischen Länder und Abbas sich überhaupt wieder auf Verhandlungen einließen – dabei großzügig übersehend, dass während des „Stopps“ mehr gebaut wurde als zuvor.

Abbas sagte zuletzt, er werde nicht weiterverhandeln, würde der Baustopp nicht verlängert. Ich befürchte, er wird sich doch nötigen lassen, sich wieder an den Tisch zu setzen. Wird er irgendwann das Rückgrad haben, nein zu sagen? Kein Verzicht auf das gestohlene Land, kein Verzicht auf eine Rückkehroption, keine Bantustans, keine Entmilitarisierung, sondern wenn, dann ein Staat mit allem, was dazu gehört. Kann er das?

Die Skepsis darüber, was sich die USA und Israel als Ergebnis dieser Verhandlungen vorstellen, wächst schnell. Leider auch bei mir die Frage, was die arabischen, die muslimischen Länder für Palästina zu tun bereit sein werden, sollte es mit dem amerikanischen Druck so weitergehen.

Selbst ein Artikel in der USA Today wird da schon sarkastisch:

Although not yet an officially declared policy of the United States, its contours emerge from hints emanating from Clinton during the most recent round of negotiations. On her way to Egypt on Sept. 13, Clinton said, „We recognize that an agreement that could be forged between the Israelis and the Palestinians on actions that would be taken by both sides that would enable the negotiations to continue is in the best interests of both sides. This has to be understood as an effort by both the prime minister and the president to get over a hurdle posed by the expiration of the original moratorium in order to continue negotiations that hold out the promise of resolving all the core issues.“ And how would she propose the parties jump this hurdle? „I think there’s a lot of ways to get to the goal. Remember, the goal is to work toward agreement on core issues like borders and territories that would, if agreed upon, eliminate the debate about settlements, because some areas would be inside Israel and some areas would not be inside Israel. So I think that there are obligations on both sides to ensure that these negotiations continue.“

 In other words, the difference can be bridged by arm twisting the Palestinians to agree up front on the land that Israel will annex, permitting unfettered colonization, in exchange for the privilege of continuing negotiations in the ever-dimming hope that some crumbs will eventually get tossed their way in the undetermined future. Call this policy „Annexation First, Mini-Statehood Maybe Later.“

 Endorsing illegal actions

 Not only is this policy grossly unfair to the Palestinians, who have watched as Israel has relentlessly colonized the West Bank and East Jerusalem for the past 43 years, it also contradicts more than 30 years of official U.S. policy and attempts to put a stamp of approval on Israel’s patently illegal behavior.

 (via http://mondoweiss.net/ )

Überall in der Welt blicken Palästinenser nach Palästina. Die wenigsten von ihnen haben eine neue Heimat gefunden, sind nur geduldet.  Wie sieht ihre Zukunft, die Zukunft ihrer Kinder, aus?

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Unter den auf der Mavi Marmara ermordeten war ein junger Mann namens Furkan Dogan. In Amerika geboren, amerikanischer Staatsbürger, Medizinstudent in Kayseri, Türkei, wo sein Vater, ein Professor, lehrt. Nach dem 31.5. wurde meist von 9 getöteten Türken geschrieben – nicht falsch, denn er hatte durch seine Eltern auch die türkische Staatsangehörigkeit.

In den USA war sein Tod kein Thema. Wenn sonst wegen getöteter Amerikaner dort regelmäßig große Empörung herrscht, gab es hier nur lautes Schweigen. So laut, dass selbst der nicht sonderlich palästinafreundliche Kommentator der NYT, Roger Cohen, über den Toten einen Kommentar schrieb und dies thematisierte:

I have little doubt that if the American killed on those ships had been Hedy Epstein, a St. Louis-based Holocaust survivor, or Edward Peck, a former U.S. ambassador to Mauritania, we would have heard a lot more. We would have read the kind of tick-tock reconstructions that the deaths of Americans abroad in violent and disputed circumstances tend to provoke. (Epstein had planned to be aboard the flotilla and Peck was.)

I also have little doubt that if the incident had been different — say a 19-year-old American student called Michael Sandler killed by a Palestinian gunman in the West Bank when caught in a cross-fire between Palestinians and Israelis — we would have been deluged in stories about him.

But a chill descends when you have the combination of Israeli commandos doing the firing, an American with a foreign-sounding Muslim name, and the frenzied pre-emptive arguments of Israel and those among its U.S. supporters who will brook no criticism of the Jewish state.

I called the State Department, where an official said the U.S. ambassador in Turkey has offered the Dogan family assistance. (He also denied reports that the United States plans to designate I.H.H. a terrorist organization.)

Any further action, including a possible F.B.I. investigation of Dogan’s death, will hinge on the results of the inquiry being led by a retired Israeli Supreme Court justice and including two foreign observers. The Dogan family could also request F.B.I. action.

But it seems they have few illusions. Professor Dogan, who teaches at Kayseri University, told the Wall Street Journal’s Marc Champion (who wrote the best piece on Dogan) that he’s been wondering what the U.S. response would have been if his son had been a Christian living stateside. Having lived in America, he said, “I know what people do there when a cat gets stuck in a tree.”

It’s different, however, when an American Muslim male gets stuck in a hail of Israeli gunfire.

Es ehrt Cohen, diese beschämende Tatsache öffentlich zu machen. Es scheint in den USA nicht anders zu sein als in Europa: Muslime sind second class citizens.

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